Widerstand gegen NANOtechnologie

In diesem Bereich ist viel zu tun, aber auch vieles möglich. Ich will hier einmal fünf Bereiche nennen.


- In der Bundesrepublik Deutschland gibt es bezüglich Nanotechnologierisiken ein großes Informationsdefizit. Dies müßte zuerst einmal mit einer aktiven Informationspolitik von Seiten kritischer Gruppen angegangen werden. Dies gilt dafür,

- welche Risiken entstehen,

- in welchen Produkten Nanotechnologie Anwendung findet,

- welche gesetzlichen Regelungen existieren bzw. nicht existieren,

..

Dies ist ein einleitender Überblickstext zum Thema, den Gesamttext könnt Ihr Euch hier anzeigen lassen; - Widerstand gegen NANOtechnologie -


Auf dieser Seite findet Ihr einen Linküberblick zum Thema Widerstand gegen Nanotechnologie, unterteilt in Texte von uns und externe Texte. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Ergänzungen sind willkommen.
Für alle Interessierten findet ein Treffen zu - Nanotechnologie, Kritik und Widerstand - im Februar in Bremen statt.
Texte zu anderen Themen findet Ihr über die Schalterleiste links auf dieser Netzseite - einfach anklicken -.
Einen Überblick über allgemeine und Fachtexte zum Risiko von Nanomaterialien - auch Forschungen zu einzelnen Stoffen/Stoffgruppen - findet Ihr hier links unten unter dem Punkt; - Nanotechnik - Kritik Links -. Zusätzlich findet Ihr allgemeine kritische Texte auf der - Startseite -, die Ihr über Anklicken der Grafik ganz oben erreicht. Dort findet Ihr auch einen - Forderungskatalog - mit einigen grundsätzlichen Forderungen für die Durchsetzung einer von unten bestimmten und umweltschonenden Nanotechnologie.
Zuordnungen sind immer schwierig und ein Stück willkürlich, insofern schaut Euch einfach ein bißchen weiter um.
Auf diesen Seiten findet Ihr bis auf Ausnahmen nur Texte aus dem deutschen oder englischen Sprachraum, auch in anderen Teilen der Welt (z.B. Frankreich, Südamerika, Japan) gibt es kritische Äußerungen zur Nanotechnologie, leider sind wir aber nicht in der Lage dies aufzuarbeiten (Sprachunkenntnis).










Und hier noch ein kurzer satirischer Text als Zusatz;
Interview mit so was Ähnlichem wie dem Widerstand zu Nanotechnik bzw. Nanotechnologie




Bei den Netzseiten in den Rahmen handelt es sich um die Seiten;
NaNie NANO, Texte und Ideen für den Widerstand gegen Nanotechnologie & für eine Alternative Naturwissenschaftspraxis &
Nanotechnologie Widerstand lokal & international








Impressum



Zuletzt aktualisiert 30.05.10







Diese Netzseite wurde aufgebaut mit Unterstützung von AK-ANNA
(Arbeitskreis - Alternative Naturwissenschaften Naturwissenschaftliche Alternativen)


















NaNie NANO

Texte und Ideen für den Widerstand gegen Nanotechnologie & für eine Alternative Naturwissenschaftspraxis. Zu den Themen; Naturwissenschaft, Gesellschaft, Friends of the Earth, Nanotechnologiekritik, Nanotechnologie, Nanotechnik, Kritik, Widerstand, Alternativen, Basisdemokratie, Anarchie, Anarchismus, Politik, Umweltschutz, Sexismus, Kapitalismus, Rassismus - Interview, Widerstand gegen NANOtechnik -







































Interview mit so was Ähnlichem wie dem Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie

Zeitung: Also Ihr seid der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie?

Gruppe: Ja wir sind so was Ähnliches wie der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie.

Zeitung: Was soll'n das heißen, so was Ähnliches wie der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie? Seid Ihr nun der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie oder nicht?

Gruppe: Ja.

Zeitung: Äh -

Gruppe: -

Zeitung: Kommen wir zu etwas Anderem, Ihr habt gar keine Pflastersteine, wie wollt Ihr da der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie sein?

Gruppe: Der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie benutzt natürlich Nanopflastersteine, die kannst Du nicht sehen.

Zeitung: Aber dann benutzt der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie doch Nanotechnologie?

Gruppe: Ja, das ist eine ganz perfide Taktik des Widerstandes gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie. Weil durch die Nutzung von Nanopflastersteinen durch den Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie die ganze Nanotechnik durch den Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie in Verruf gebracht wird.
Letztendlich wird Schäuble ein Verbot von Nanotechnologie bzw. Nanotechnik fordern und alle ForscherInn zu TerrorstInnen erklären.
Durch die Verwendung von Nanopflastersteinen sorgt der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie ganz geschickt dafür, daß die Beschäftigung mit Nanotechnik bzw. Nanotechnologie 129a-relevant wird, also als Terrorismus bewertet wird.

Zeitung: Das ist vom Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie aber voll gemein.

Gruppe: Der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie ist sogar nanogemein.

Zeitung: Aber hieße das nicht, der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie wäre gar nicht gemein, da nano ja so gut wie nichts ist?

Gruppe: Nein bei Nano und beim Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie ist das wie bei Handys, alles ist um so größer, um so kleiner es ist.

Zeitung: Ist deshalb so wenig zu sehen vom Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie weil er so groß ist, also weil der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie so nano ist?

Gruppe: Ja, das stimmt genau. Es gab noch nie einen Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie der so nano war, aber sonst wäre es ja auch kein Nano-Widerstand, also Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie.

Zeitung: Welche Ziele hat sich der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie für den Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie gesetzt?

Gruppe: Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie. Das ist wohl der Hauptpunkt des Widerstandes gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie.

Zeitung: Ach so, könntet Ihr das etwas konkretisieren, was unter Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie zu verstehen ist?

Gruppe: Nein.

Zeitung: Dann Danke ich Euch und wünsche dem Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie, daß der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie noch viel mehr nano wird, als es der Widerstand gegen Nanotechnik bzw. Nanotechnologie bisher schon war.

Gruppe: Na, da gibt es eine Menge Raum dazwischen sagt die Nanotechnik bzw. Nanotechnologie und das gilt dann ja auch für Widerstand.



J. Djuren
Hannover, 2008





Und noch ein paar Links, was so im Netz zu finden ist zum Thema Nanotechnik, Nanotechnologie und Widerstand;

- Unter - http://www.ak-anna.org/nano_risiken/nanotechnologie_widerstand.html - und - http://diegesellschafter.de/tagebuch/eintrag.php?eid=531 - und - http://www.gruene-beute.de/gruene-beute-2013-biopiraterie-und-widerstand/kapitel-9/technologische-kontrolle - und - http://www.grueneliga-berlin.de/rabe_ralf/rabe_archiv_2004/10_11_2004/nanotechnologie.html - und - http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/catenhusen_gesellschaftliche_verantwortung.pdf - und - http://www.zit.tu-darmstadt.de/cipp/tudzit/lib/all/lob/return_download,ticket,guest/bid,1288/check_table,it_chap_downl_embed/~/boeing.pdf - und - http://www.biopiraterie.de/fileadmin/pdf/kaperbriefe/Kaperbrief_7_end.pdf - findet Ihr Texte, die sich auf den gesellschaftlich politischen Widerstand gegen eine unkontrollierte Einführung von Nanotechnik, Nanotechnologie beziehen.

- Unter - http://nano.logicsperm.de/technikgeschichte.html - und - http://www.wiwi.uni-marburg.de/Lehrstuehle/VWL/WITHEO3/documents/nano2.doc - und - http://www.politiktag.de/_files/archiv/vortraege2005/meili_christoph_thesenpapier.pdf - findet Ihr Texte, die sich über den Widerstand gegen Nanotechnik, Nanotechnologie auslassen. Nicht selten kommen solche Texte aus den neuen Akzeptanzbeschaffungswissenschaften, die zum Teil als diskursiver Arm der politische Reaktion, des Backlash gegen die emanzipativen technologiekritischen Bewegungen der 70er und 80er Jahre, staatlich oder durch Industriestiftungen finanziert werden.

- Unter - http://www.sr-online.de/fernsehen/453/662131-4.html - findet Ihr Texte auds den Medien, die auf Risiken der Nanotechnik, Nanotechnologie hinweisen.

- Unter - http://www.ptb.de/de/aktuelles/archiv/presseinfos/pi2005/pitext/pi051125.htm - und - http://www.techportal.de/de/21/2/news,public,newsdetail_public/22/date_submission+DESC/,,,,/305/ - und - http://www.heise.de/tr/artikel/76570 - und - http://www.slazenger.de/pb/detail/Infineon_demonstrierte_erfolgreiche_Miniaturisierung_von_DiffusionsBarrieren_in_den_NanotechnologieBereich.html - und - http://www.bum.iao.fraunhofer.de/nano/Vortr%E4ge/Paper%20Werner.pdf - und - http://www.zukunftwissen.apa.at/fti-und-wissenschaft/special_volltext.html;jsessionid=
aPfn875A-glg?level=3&meldung=CMS1170165570563&id=CMS1170165570626
- und - http://www.weltderphysik.de/de/1404.php - und - http://www.scinexx.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=54&rang=5 - und - http://www.schilbe.de/archiv/nano.htm - und - http://www.tecchannel.de/server/prozessoren/442450/index6.html - und - http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?index=721&jahr=2005&cmd=show&mid=261 - und - http://www.nanoscape.de/pdf/NanoNews_18.pdf - und - http://www.innovations-report.de/html/berichte/bildung_wissenschaft/bericht-41055.html - und - http://www.nanotechnology.de/ger/s04/s04-p76b_59b.html - und - http://www.physik.uni-tuebingen.de/physik-der-kick/lowtemperature.html - und - http://www.golem.de/0305/25683.html - und - http://www.dpg-physik.de/info/reden/red_clusters_nanotechnologie_2006.html - und - http://www.bum.iao.fraunhofer.de/nano/Vortr%E4ge/Paper%20K%F6nig.pdf - und - http://www.faz.net/s/RubC9401175958F4DE28E143E68888825F6/
Doc~EEC912BBD3B9F43F89A7856A060CD6F3F~ATpl~Ecommon~Scontent.html
- und - http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonderthemen;art893,2284005 - und - http://www.itas.fzk.de/v/04koll/nordmann.htm - und - http://lernarchiv.bildung.hessen.de/reposit2/13401/didaktik_tmax5.pdf?user_id=
Anonymous+User&is_viewable=1&digest=6e0b5d85aab01320ff60c9c3e41fc6d0
- und - http://www.physik.uni-freiburg.de/~doerr/gmr.pdf - und - - und - http://www.techportal.de/de/21/2/news,public,newslist_public/22/date_submission+DESC/,,,,/ - und - http://www.innovations-report.de/html/berichte/energie_elektrotechnik/bericht-41998.html - und - http://www.faz.net/s/Rub163D8A6908014952B0FB3DB178F372D4/Doc~E84881EE1668F48908E96CD1D7A810B65~ATpl~Ecommon~Scontent.html - und - http://www.infonano.de/media/document/34_942nanotechnologie_inno_fuer_die_welt
_v_morgen-bmbf.pdf?PHPSESSID=9bdb93e0a86eee10b3d25cb0db0fc7f4
- und - http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-20372.html - und - http://www.faz.net/s/Rub163D8A6908014952B0FB3DB178F372D4/Doc~E4B5C9C443E9D482B89C014E98BB03A25~ATpl~Ecommon~Scontent.html - und - http://www.aktienboard.com/vb/archive/index.php/t-35101.html - und - http://www.fzk.de/fzk/groups/pae/documents/internetdokument/id_051516.pdf - und - http://www.dradio.de/dlr/sendungen/kalender/344944/ - findet Ihr typische Netzseiten zum Thema Nanotechnik, nanotechnologie und Widerstand. Hier geht es nicht um politischen Widerstand oder Kritik sondern um elektrische Leitfähigkeit. Teils sind dies Informationen über den stand der technik und zum Teil, insbesondere von seiten der bundesregierung, ist dies schlichtweg affirmative naiv utopische Technikpropagnda.
Der gesellschaftliche Widerstand gegen die unkritische Feier der Nanotechnik, Nanotechnologie ist zur Zeit im deutschen Sprachraum fast nicht vorhanden, doch kommt Zeit, kommt .. .

























































Widerstand gegen NANOtechnologie


In diesem Bereich ist viel zu tun, aber auch vieles möglich. Ich will hier einmal fünf Bereiche nennen.


- In der Bundesrepublik Deutschland gibt es bezüglich Nanotechnologierisiken ein großes Informationsdefizit. Dies müßte zuerst einmal mit einer aktiven Informationspolitik von Seiten kritischer Gruppen angegangen werden. Dies gilt dafür,

- welche Risiken entstehen,

- in welchen Produkten Nanotechnologie Anwendung findet,

- welche gesetzlichen Regelungen existieren bzw. nicht existieren,

- welche Interessengruppe in diesem Bereich aktiv Lobbyarbeit betreiben und mit welchen Mitteln (Einsatz professioneller Werbeagenturen zum Teil verdeckt),

- wie dies mit anderen Herrschaftsverhältnissen zusammenhängt und

- wo und welche Gruppen international aktiv Kritik und Widerstand leisten?

- Als kurz und mittelfristige Ziele sollten möglichst bald und möglichst in übergreifenden Bündnissen Forderungen an die Politik und Forderungen an die Industrie bezogen auf eine umweltfreundliche und soziale Nanotechnologieentwicklung formuliert und diskutiert werden.[1]

- Sowohl die Information als auch die aufgestellten Forderungen sollten dann zu gezielter Kampagnenpolitik, ausgerichtet auf politische Entscheidungsträger oder bestimmte Konzerne, führen.

- Der Zusammenhang der aktuellen Technologieentwicklung und -nutzung im Bereich Nanotechnologie mit Herrschaftsverhältnissen wie Rassismus Sexismus und Kapitalismus muß analysiert und kritisiert werden.
Dies betrifft zum Beispiel die Frage, in wie weit die sexistische Arbeitsteilung in der Gesellschaft, in der der Bereich der Reproduktion, z.B. Nutzung von Lebensmitteln, nach wie vor überwiegend weiblich ist, und der Bereich der Technologieentwicklung, z.B. Nanotechnik im Lebensmittelbereich, überwiegend männlich ist, zu einer die Bedürfnisse der NutzerInnen ignorierenden Technikentwicklung führt?
Oder zum Beispiel die Frage, in wie weit die Fortschrift von internationalen Ausbeutungsverhältnissen durch Nantechnologieentwicklungen im Interesse von Agrarkonzernen mit Rassismus und Kapitalismus zusammenhängt?

- Eine alternative anarchistische herrschaftsfreie Gesellschaft ist nur mit einer alternativen Naturwissenschaft und Technologie und alternativen Strukturen der Naturwissenschafts- und Technologieentwicklung möglich. Deshalb ist es dringend notwendig solche Alternativen theoretisch zu entwickeln und praktisch zu erproben.[2]
Dies gilt auch für die Nanotechnologie.


Zwar werden der zweite und der dritte der hier genannten Punkte keine dauerhaften Lösungen bringen, da die grundsätzlichen kapitalistischen, sexistischen und rassistischen Logiken der Technikentwicklung und -nutzung durch Forderungen an die herrschende Politik und Konzerne nicht in Frage gestellt werden, an Gesichts der realen aktuellen Risiken, die von Nanotechnologie ausgehen, ist aber jetzt ein Handeln notwendig in den herrschenden Strukturen. Deshalb sind Forderungen an die Politik und Industrie und die Zusammenarbeit auch mit Gruppen aus diesen herrschenden Strukturen sinnvoll.

Der vierte und der fünfte Punkt dürfen aber darüber nicht vernachlässigt werden, da langfristig nur die Aufhebung der bestehen Herrschaftsverhältnisse, Kapitalismus, Sexismus und Rassismus, die Entwicklung und Nutzung der Technologie im Sinne aller Menschen sicherstellen kann.
Das Fortbestehen der Herrschaftsverhältnisse würde langfristig immer wieder dazu führen, daß erkämpfte Standards und Schutzmechanismen außer Kraft gesetzt oder unterlaufen würden, sobald der politische Druck aus der Bevölkerung nachläßt.
Als Beispiel läßt sich hier die Lebensmittelüberwachung anführen, die entgegen anderslautender Beteuerung aus der Politik, in der Bundesrepublik Deutschland zur Zeit durch systematische Unterfinanzierung im Interesse der Schlachthofindustrie qualitativ und quantitativ zunehmend ausgedünnt wird oder der aktuelle wieder erstarkende Lobbyismus für die Atomenergietechnologie.[3]

Aber was bedeutet dies alles nun konkret?





Informationspolitik


Notwendig ist zuerst einmal die Information der Menschen über Risiken.

Dazu müssen Texte und Infomaterialien über die Risiken der Nanotechnologie aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. In englischsprachigen Raum gibt es bereits eine groß Zahl an informativen Texten auf die zurückgegriffen werden kann.[4] Sinnvoll wäre hieraus einige Überblickstexte in deutscher Sprache zu erstellen und sowohl im Netz als auch in Druckform zu verbreiten.
NaNie-NANO plant nach der Fertigstellung der Netzseite eine Massenzeitung für die Alternativszene und außerdem Artikel für die linke Presse. Ob dies für uns umsetzbar ist, ist aber noch unklar.
Andere Gruppen sollten sich dadurch nicht von eigenen Aktivitäten abhalten lassen, die vielfache und vielfältige Ansprache ist gerade eine Stärke.
Gut wäre sicher auch der Zugang zu etablierten Medien mit kritischen Texten.

Auch fachwissenschaftliche Texte zu den Risiken der Nanotechnologie gibt es immer mehr.[5] Diese sollten ebenfalls aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden für Alle weitergehend Interessierten.
Auf unserer Netzseite könnt Ihr diesbezüglich einen ersten Eindruck gewinnen unter; - http//ak-anna.org/nano_risiken/nanotechnologie_kritik_links.html -.

Sinnvoll wäre sicher auch die Organisation von Vorträgen kritischer AktivistInnen und WissenschaftlerInnen. In der Bundesrepublik Deutschland ist da die Auswahl aber recht klein.
Nur zum Thema der Kritik von Nanotechnologieanwendungen in der Militärtechnik kommt der wichtigste Fachwissenschaftler, Jürgen Altman, aus Deutschland.[6]


Als zweites ist es dringen notwendig abzuklären in welchen Produkten und von welchen Konzernen Nanotechnologie bereits verwand wird.

Hier sind als erster Anhaltspunkt die Verzeichnisse im Internet zu diesem Thema hilfreich, allgemein ‚A Nanotechnology Consumer Products Inventory' - http://www.nanotechproject.org/44/consumer-nanotechnology -, über Kosmetik 'Skin Deep is a safety guide to cosmetics and personal care products brought to you by researchers at the Environmental Working Group' - http://www.cosmeticsdatabase.com/ -. Da dies Alles sich aber auf den englischsprachigen Raum bezieht, werden eigene Recherchen unvermeidlich sein.

Sinnvoll erscheint mir darüber hinaus die einschlägigen Ökoverbände und Ökotest u.a. darauf anzusprechen, wie sie diese Risiken berücksichtigen und in wie weit sie die Anwendung von Nanotechnologie in von ihnen zertifizierten Produkten ausschließen können. Sollte eine entsprechende Regelung zur Zeit nicht existieren könnte dies ein erster Ansatzpunkt für eine gezielte Kampagne vor Ökoläden sein. Insbesondere sollten im Ökobereich auch die Hersteller von Putzmitteln, Kosmetika, Farben, Lacken, Antischimmelmitteln u.a. angefragt werden, wie weit Sie künstliche Nanopartikel verwenden?
Eine Auskunftsverweigerung wäre dabei ja auch eine Aussage.

Außerdem wäre es sicher sinnvoll gezielt bestimmte 'große' Marken, sei es aus dem Lebensmittelbereich, der BabynahrungsproduzentInnen oder der Kosmetikindustrie anzufragen bezüglich ihres Umganges mit Nanotechnologie, ob Nanotechnologie verwendet wird, welche Art von Partikeln und wie die Risikoabsicherung stattfindet.
Auf Grund Ihrer Nähe zum Thema könnten hier z.B. Mars[7] oder BodyShop[8] angefragt werden.
Auch hier wäre auch eine Auskunftsverweigerung verwendbar.

Und dann sollten auch die Landesregierungen und die Bundesregierung als Aufsichtsbehörden über Anfragen von Landtagsabgeordneten und Bundestagabgeordneten der Oppositionsparteien angefragt werden bezüglich ihres Wissensstandes über aktuelle nanotechnologische Produkte und weiter in dieser Richtung unter Druck gesetzt werden.
Die bisherigen Anfragen waren da allerdings nur aufschlußreich bezüglich der Unwissenheit der Aufsichtsbehörden.[9]


Als drittes wäre es wichtig über die bestehenden gesetzlichen Regelungen, bzw. über Regelungslücken, Informationen zu sammeln, aufzubereiten und öffentlich zugänglich zu machen.
Abzuklären ist welche lebensmittelrechtlichen, medikamentenrechtlichen, und sonstigen Bestimmungen für die Verwendung von Nanopartikeln in Produkten Anwendung finden, und in wie weit Nanopartikel in ihrer Besonderheit erfaßt werden.
Außerdem müßte abgeklärt werden, in wie weit Verordnungen und Gesetze auf EU-Ebene Nanotechnologie mit erfassen, z.B. in wie weit die EU-Vorgaben für BIO-Produkte Nanotechnologie ausschließen.
Fast alle zur Zeit publizierten kritischen Texte sehen gerade in diesem Bereichen entscheidende Regelungslücken.[10]


Ein vierter Bereich ist die kritische Analyse der Interessens- und Lobbystrukturen im Bereich Nanotechnologie.
Ein kritischer Blick ins Internet zeigt die umtriebige Tätigkeit einer Art Komplexes der Werbe- und Ethikindustrie, der bezahlt durch Staat und Konzerne, versucht die Diskussionen zu dominieren. Eine selbstbestimmte Einmischung der Bevölkerung soll so von vornherein ausgeschlossen werden. Partizipative Strukturen werden nur gesteuert durch diese Agenturen der Nanotechnologieindustrie zugelassen.[11] Kritik wird hier vorrausschauend aufgegriffen um dafür zu sorgen, daß sie keine für die Industrie unerwünschten Folgen zeitigt. Das Motto dieser Werbe- und Ethikagenturen scheint zu sein, 'Wir reden über Alles, damit keine Kritik wirksam wird'.
Parallel dazu findet die traditionelle politische Lobbyarbeit der Konzerne im nationalen Rahmen und auf EU-Ebene statt. Z.B. die Verhinderung effizienter gesetzlicher Regulierungen der Nanotechnologie.
Ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit muß auch diese Strukturen allgemeinverständlich darstellen und die Werbe- und Ethikindustrie, als das ausstellen, was sie ist, ein Teil der Industrielobby.


Fünftens ist es wichtig, für die notwendige Vernetzung des Widerstandes, Informationen und Kontakte zu den unterschiedlichen zum Thema Nanotechnologiekritik in der Bundesrepublik Deutschland und international aktiven Initiativen bereit zustellen.
Viele Ziele werden nur in Zusammenarbeit durchsetzbar sein. Und die Information über den Widerstand Anderswo kann auch vielfältige Anregungen bieten.
Aus Deutschland sind mir zur Zeit keine Gruppen bekannt, die kontinuierlich zum Thema arbeiten, andere Hinweise wäre erfreulich. Toll, falls schon Andere in dieser Richtung was tun, meldet Euch doch dann bitte einfach mal.
Ansonsten sind Menschen die Lust haben mitzumachen willkommen auch in diesem Rahmen mitzuarbeiten.
Ihr erreicht uns über: 3.Jahrtausend@gmx.net (Nur Sendungen die im Betreff am Anfang das Wort 'Himbeere' stehen haben werden beachtet, alle andere Post wird als Spam gelöscht!!).





Forderungen an Staat und Industrie


Nanotechnologische Entwicklungen drohen bestehende Standards im Umweltschutz, im Gesundheitsschutz und in anderen Bereichen, z.B. im Bereich Bürgerrechte, zu unterlaufen. Dies hängt wesentlich daran, daß nanotechnologische Entwicklungen auf Gesetzesebene und in internationalen Abkommen bisher nicht berücksichtigt sind.

Es besteht kurz und mittelfristig ein erheblicher Regelungsbedarf um überhaupt nur das bestehende Schutzniveau zu erhalten.

Forderungen an die Politik betreffen alle Ebenen von der Landespolitik, z.B. zuständig für die Lebensmittelüberwachung, über die Bundespolitik, z.B. bzgl. bürgerrechtlicher Fragen, die sich aus NANO-Überwachungstechnologie ergeben, über die EU-Politik, z.B. bzgl. Ausschilderungspflicht, bis hin zur UNO, z.B. bezogen auf Ergänzungen des Biowaffensperrvertrages.
Auf all diesen Ebenen wird es wichtig sein mit je unterschiedlichen AkteurInnen zusammenzuarbeiten.
Das macht es notwendig, regional, national und international durch Vernetzung und Zusammenarbeit ein politisches Druckpotential aufzubauen, daß in der Lage ist politische Forderungen durchzusetzen.

Ohne Regelungen bleibt Alles der Willkür der Konzerne und Herrschenden überlassen.

Forderungen lassen sich unterteilen in übergreifende, mehrere Bereiche der Nanotechnologie betreffende, und in spezielle, dem Anwendungskontext eines Bereiches geschuldete.

Als übergreifende Forderungen lassen sich drei Kernforderungen herauskristallisieren, die alle den Umgang mit Nanopartikeln betreffen, da dies der Bereich ist in dem Nanotechnologie zur Zeit und in absehbarer Zukunft real Anwendung findet.


- Alle Nanopartikel müssen, bevor sie in Verkehr gebracht werden von einer unabhängigen einzurichtenden Forschungs- und Prüfstelle auf ihre gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit hin nach dem neuesten Stand der Technik überprüft werden. Dazu muß die Prüfstelle mit ausreichend Finanzmitteln und technologisch auf dem neuesten Stand ausgerüstet werden.
Die Testergebnisse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Ohne Zulassung dürfen Nanopartikel nicht in Verkehr gebracht werden. Die Prüfstelle ist berechtigt Nanopartikel nicht zuzulassen oder unter Einschränkungen.

- Die Verwendung von Nanopartikeln in Lebensmitteln, Medikamenten, Kosmetikprodukten oder lungengängigen Sprays muß grundsätzlich der Ausschilderungspflicht unterliegen, dies gilt auch für Verpackungen und Hilfsstoffe.

- Um die Wahlfreiheit der VerbraucherInnen sicherzustellen, verpflichtet sich die Industrie kostengünstig auch Nanotechnologie freie Produkte alternativ anzubieten.


Diese Forderungen müssen möglichst breit diskutiert, weiter ausformuliert, ergänzt und durch breite regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit durchgesetzt werden.
Dazu ist es notwendig sowohl Strukturen der Vernetzung als auch Treffen auf den unterschiedlichen Ebenen zu organisieren.
Da es sich hier um gesetzliche Regulationsforderungen handelt sollte auch die Zusammenarbeit mit Parteien gesucht werden.

Daneben gibt es eine große Zahl weiterer Forderungen, die sich aus dem jeweiligen Regulationsbedarf spezifischer Anwendungsgebiete ergeben.
Als Beispiel sei hier die Nanomilitärtechnologie genannt. Zwar ist mein langfristiges Ziel die Abschaffung des Militärs, bis dahin machen aber auch Rüstungsbegrenzungen Sinn. Im Bereich nanotechnologischer Aufrüstung betrifft das eine Vielzahl von Fragen[12] insbesondere die Frage der Biowaffen. Die bisherigen Abkommen drohen, wie schon angesprochen, durch nanotechnologische Neuerungen ins Leere zu laufen.
Hier ist es notwendig zusammen mit der internationalen Friedensbewegung ein Druckpotential aufzubauen, das die Regierenden zum Handeln zwingt.
Für bestimmte Technologieentwicklungen gilt es hier einen vollen Stopp durchzusetzen.

In anderen Anwendungsgebieten, z.B. Überwachungstechnologie, ergeben sich ebenfalls je spezifische Forderungen, die auf dieser Netzseite unter den jeweiligen Punkten dargestellt werden. Entsprechend wird es auch je spezifischer Bündnisse zur Durchsetzung dieser Forderungen bedürfen.
Wichtig ist hier die entsprechenden aktiven Gruppen, aus der antimilitaristischen Bewegung, aus den Bürgerrechtsbewegungen, u.a. überhaupt erst einmal auf die durch nanotechnologische Entwicklungen neu hinzukommenden Fragen hinzuweisen, soweit dies noch nicht im Blickfeld ist.

Sinnvoll erscheint auch Forderungen zu entwickeln, die direkt an die Konzerne zu richten sind. Ähnlich wie bestimmte Sozialstandards, z.B. Ausschluß von Kinderarbeit, könnten solche Forderungen durch den Druck der KonsumentInnen durchgesetzt werden.

Um all dies zu diskutieren plant NaNie-NANO einen bundesweiten Treffen durchzuführen. Aber auch dafür gilt, ob dies von hier aus realisierbar ist, ist noch nicht klar.
Die internationale Vernetzung ist dabei noch gar nicht konkret berührt. Und es wäre gut, wenn Gruppen, die über die entsprechenden Ressourcen verfügen hier Initiativ werden würden.




Kampagnen


An Gesichts des derzeitigen geringen Aufmerksamkeitswertes den die gesamte Nanotechnologie auf sich zieht, und an Gesichts der noch weniger ausgeprägten Kritikfähigkeit ist es dringend nötig gezielt auf die Probleme, Gefahren und Fragen, die die Nanotechnologie aufwirft, hinzuweisen und eine Öffentlichkeit für diese Themen zu schaffen.
Hierfür könnte sinnvoll das Mittel der Kampagnenpolitik genutzt werden.

Für eine Kampagne brauche ich einen konkreten Aufhänger, dies kann ein konkretes emotional stark belegtes Thema sein, dies kann ein konkretes Ereignis sein oder die Kampagne kann sich auf ein konkretes Produkt beziehen.


Als konkrete Themen für Kampagnen, die in der Öffentlichkeit bereits präsent und emotional stark belegt sind, bieten sich für die Kritik[13] der Nanotechnologie sofort die Themen Biowaffen und Überwachungsstaat an. Da die Nanotechnologieentwicklung mit beiden Themen verflochten ist.
Insbesondere das Thema Biowaffen ist dabei so eindeutig negativ belegt, daß es sich gut eignet um kritische Aspekte der Nanotechnologieentwicklung zu thematisieren. Außerdem ist im Kontext der Terrorismusdebatte zu erwarten, daß dieses Thema weiter im Fokus der Öffentlichkeit bleibt. Das Thema ist außerdem von tatsächlicher realer Bedeutung und ein politisches Handeln dringend nötig, da wie ausgeführt durch nanotechnologische Entwicklungen die Gefahr besteht, daß bestehende Abkommen technologisch unterlaufen werden.
Als Problem ergibt sich aber, daß auch die unkritischen BefürworterInnen der Nanotechnologie dieses Thema nutzen mit dem Hinweis auf die Möglichkeit, durch neue Nanosensoren Biowaffen besser entdecken zu können. Das Thema Überwachungsstaat ist von vornherein ambivalent belegt.
Trotzdem könnten beide Themen genutzt werden um überhaupt eine größere Öffentlichkeit für Gefahren und Fragen, die durch neue nanotechnologische Entwicklungen entstehen, zu schaffen.

Um BündnispartnerInnen zu gewinnen könnte auch eine Fokussierung auf das Thema Arbeitsschutz sinnvoll sein. Außerdem werden Sicherheits- und Gesundheitsfragen gerade im Arbeitsprozeß auf Grund des permanenten Kontaktes mit neuen Nanopartikeln in freier Form zuerst und in besonders gravierender Weise aktuell werden, bzw. sie sind bereits aktuell.
Die Grenzwerte des Arbeitsschutzes werden zudem häufig als Richtschnur für allgemeine Grenzwertfestsetzungen bei Schadstoffen benutzt. Auch langfristige auftretende Erkrankungen auf Grund der Schadstoffbelastung durch neuartige Stoffe treten häufig zuerst bei den am Herstellungsprozeß beteiligten ArbeiterInnen auf.[14]


Als Ereignisse mit hohem Öffentlichkeitsfokus, die für Kampagnen zu den Problemen und Gefahren der Nanotechnologie genutzt werden könnten, sind z.B. Kongresse und Messen mit starkem Bezug zur Nanotechnologie zu nennen.
Wie eine solche Öffentlichkeitsarbeit funktioniert und konkret aussehen kann, könnt Ihr unten auf dieser Seite an Hand der Links zu den Aktionen der Gruppe THONG[15], anläßlich der 'NanoCommerce 2004 Conference' am 6. Oktober 2004 in Chicago, und der Gruppe THRONG[16], anläßlich der 'Nanotechnology-Delivering Business Advantage conference' am 9. Dezember 2004 in Leeds, nachlesen.


Kampagnen sollten auch auf die Konzerne, die Nanotechnologie entwickeln und nutzen, ausgerichtet werden um auch dort den Forderungen nach ökologischer, sozialverträglicher Technologiegestaltung Nachdruck zu verleihen.
Ansatzpunkt könnten Produkte sein in denen heute schon Nanotechnologie ohne ausreichendes Wissen um die gesundheitlichen und ökologischen Folgen zur Anwendung kommt.

Markennamen sind der empfindlichste Teil des Kapitals von Großkonzernen. Für Kampagnen im Bereich von Konzernen erscheint es deshalb sinnvoll sich wenige klar definierte Markenprodukte, in denen Nanotechnologie zur Anwendung kommt, herauszusuchen und an Hand dieser Marken die Auseinandersetzung symbolisch für den gesamten Bereich zu führen. Eine Kampagne die sich auf den Boykott einiger weniger Markenprodukte bezieht ist auch mit geringen Mitteln leistbar.
Insbesondere Lebensmittel-, Süßwaren- und Kosmetikkonzerne bieten sich als Zielpunkte an, da ihre Produkte direkt unter die Haut gehen.
Der erfolgreiche Boykott einer Marke in deren Produkten Nanotechnologie unverantwortlich zum Einsatz kommt, würde nicht nur eine Handlungsänderung dieses Markenherstellers erzwingen, sondern auch bei anderen Herstellern zur Änderung ihres Umgangs mit Nanotechnologie führen, um ihr Markenimage vor Schaden zu bewahren.

Ein anderer Ansatzpunkt für Kampagnen gegen Produkte in denen ökologisch und gesundheitlich fragwürdige Nanotechnologie benutzt wird könnte der Fokus auf die am Anfang dieses Textes schon genannten besonders sensible Marktbereiche sein.

Einmal wäre sicher eine Kampagne im Ökobereich sinnvoll, um hier für klare Verhältnisse zu sorgen. Zur Zeit ist nicht klar, ob und wo Nanotechnologie in diesem Bereich verwandt wird. Zuerst müßten, wie ausgeführt, einschlägige Organisationen, insbesondere die Verbände, die die unterschiedlichen Ökosiegel vergeben, aber auch Testzeitschriften und Hersteller angeschrieben werden und um eine Klarstellung gebeten werden.
Dies beträfe insbesondere Ökoprodukte aus dem Bereich Lacke, Farben, Antischimmelmittel, Haushaltsreiniger, usw., da in diesem Bereich heute schon zum Teil in Produkten Nanopartikel, ohne ausreichendes Wissen um die langfristigen Wirkungen der Stoffe, verwandt werden.
In Ökolebensmitteln 'sollte' das Nichtvorhandensein künstlicher Nanopartikel sowieso selbstverständlich sein, trotzdem sollte auch hier mit Blick auf Zusatz-, Hilfs- und Verpackungsstoffe nachgefragt werden. Dann könnten auf der Basis dieser Informationen gezielt VerbraucherInnen über fragwürdige Produkte informiert werden durch Zeitungsartikel in Umweltpublikationen, Flugblätter, Internet, Mundpropaganda, Emailverteiler, usw.. Auf Grund der hohen Sensibilität der VerbraucherInnen in diesem Bereich dürfte eine solche Kampagne sehr schnell zum Erfolg führen.

Ein anderer Bereich in dem VerbraucherInnen auch sehr sensibel auf Gesundheits- und Umweltgefahren reagieren ist wie am Anfang benannt der Markt der Babynahrung und anderer Produkte für Kleinkinder. Auch in diesem Bereich dürften mit einer gezielten Kampagne sehr schnell Erfolge erzielt werden. Da heute bereits das Pestizid Nanosilber z.B. in Babymilchflaschen zum Einsatz kommt[17], ist dies leider auch kein virtuelles Problem. Es müßte möglich sein zumindest die wesentlichen großen Produzenten hier zu der klaren Zusage zu zwingen, Nanotechnologie in diesem unklaren Entwicklungsstadium der Technologie nicht einzusetzen.

Sowohl die Kampagnen bezogen auf einzelne Markenprodukte als auch die auf sensible Marktsegmente bezogenen Kampagnen würden dann einen guten Ausgangspunkt darstellen für die Thematisierung der Gesamtproblematik des unverantwortlichen Einsatzes von Nanotechnologie, ohne gesicherte Erkenntnisse über gesundheitliche und ökologische Folgewirkungen, auch in anderen Bereichen.


Außerdem scheint es zunehmend notwendig die Werbe- und Ethikindustrie im Umfeld von Konzernen und Politikmanagement mit gezielten Kampagnen anzugehen, da hier bezahlte LakaiInnen des Kapitals[18] versuchen auch im Bereich der Technologiekritik die kulturelle Hegemonie zu erlangen.
Wie am Anfang dieses Textes schon ausgeführt hat sich seit den 80er Jahren eine professionelle WeißwäscherInnenindustrie aus Ethikinstitutionen, Werbeagenturen und staatlicher Risikoverwaltung etabliert, die davon lebt Kritik möglichst schon im Vorfeld abzufangen und rhetorisch zu entsorgen bzw. durch institutionelle Einbindung der KritikerInnen zu kanalisieren um so sicherzustellen, daß Basisbewegungen mit eigenständigen Forderungen gar nicht erst entstehen.[19]
Für Kampagnen bieten sich hier satirische Aktionen an, aber auch klassisch aufklärerische Informationskampagnen über Interessenverflechtungen, finanzielle und politische Abhängigkeiten, die strukturelle Korruption dieser Institutionen und systematische Fehlinformationen, bis hin zu bewußten Falschaussagen von Seiten dieser Institutionen, sind überfällig.

Da hier auch Kunst als herrschaftsaffirmativer Nanokitsch zum Einsatz gebracht wird, wäre auch die Umkehrung, die Zusammenarbeit mit kritischen KünstlerInnen und KünstlerInnengruppen sehr sinnvoll, um auf diese Weise die Kritik der Nanotechnologie und Herrschaftskritik noch in anderer als rein argumentativer Form aufzugreifen. Insbesondere die Nanomythologie, die Versprechungen sich in Allmachtsposition imaginierender überwiegend männlicher WissenschaftlerInnen, eignen sich sicher gut für die kritische Spiegelung in der Kunst.

Auch bei Kampagnen, die sich an die einzelnen Menschen als KonsumentInnen richten ist es zentral für den politischen Erfolg, Möglichkeiten des gemeinsamen solidarischen Handelns zu schaffen. Nur im Prozeß gemeinsamer politischer Aktionen werden sich Strukturen herausbilden lassen, die auch über den Moment hinaus tragen und die, die für politische Zieldurchsetzungen notwendige, längerfristige Handlungsfähigkeit sicherstellen können.





Zusammenhang mit anderen Herrschaftsverhältnissen


Ohne die Analyse des Zusammenhangs der Technologieentwicklung mit bestehenden Herrschaftsverhältnissen, und der Einbettung des Widerstandes gegen nanotechnologische Zumutungen in den Gesamtkontext des Kampfes für eine herrschaftsfreie Gesellschaft werden partiell erreichte Fortschritte immer wieder zu Nichte gemacht werden.
Langfristig werden sich dann doch immer wieder die Herrschaftsinteressen durchsetzen.
Zu beobachten ist derartiges wie ausgeführt z.B. in Deutschland zur Zeit im Bereich der Lebensmittelindustrie. Die erreichten Qualitätsstandards werden schrittweise immer weiter abgebaut. Die Kontrollstandards sinken auf Grund staatlicher Sparmaßnahmen, und auf Grund des Konkurrenzdruckes an Schlachthöfen und in der Folge sinkt die Lebensmittelqualität auch auf Grund des Konkurrenzdrucks in der Lebensmittelindustrie und auf Grund zu niedriger ErzeugerInnenpreise entgegen anderslautender Verlautbarungen der Ministerien. Nur in Momenten und in Bereichen erhöhter Aufmerksamkeit der VerbraucherInnen in Folge von Skandalen wird kurzfristig in Teilbereichen stärker kontrolliert, was dann aber zu noch weiterer Vernachlässigung der restlichen Kontrollen führt.

Für die Strukturen einer entfremdeten an der Maximierung des Gewinns orientierten kapitalistischen Lebensmittelproduktion ist die Qualität der Lebensmittel nur dann von Bedeutung, wenn sie die Marktchancen beeinflußt. Deshalb geht es im Kapitalismus vor allem darum, billige schlechte Lebensmittel technisch so zu manipulieren, daß sie von hochwertigen Lebensmitteln nicht mehr zu unterscheiden sind. Für diesen Zweck setzt die Industrie zunehmend auch Nanotechnologie ein.

Wo liegen darüber hinaus nun konkrete Zusammenhänge zwischen Nanotechnologie und Herrschaftsverhältnissen wie Kapitalismus, Sexismus, Rassismus, u.a..

Immer noch sind Naturwissenschaft und Technik, und dies gilt auch für den Bereich Nanotechnologie, ein überwiegend männlich bestimmter Bereich.
Die Diskurse über Nanotechnologie sind entsprechend stark geprägt von männlich sexistischen Phantasmen, z.B. des mensch-männlichen Gebärens in Form der Erschaffung 'intelligenter' Nanoreplikanten, und durch männliche Kontrollphantasien, z.B. die Reduktion des Handelns von Menschen auf die Funktion technisch kontrollierbarer biochemischer Nanomaschinen.

Eine Analyse des Zusammenhangs von Nanotechnologie mit Sexismus müßte sowohl diese diskursiven symbolischen Ebenen kritisch analysieren und die Herrenphantasien, die überall in diesen Diskursen durchscheinen, als solche kritisieren, als auch die konkreten nanotechnologischen Entwicklungen auf ihre Auswirkungen innerhalb einer heterosexistisch organisierten Gesellschaft, in der wir nach wie vor leben, hin untersuchen, also schauen, für wen und in wessen Interesse Nanotechnologie entwickelt wird. Zum zweiten würde z.B. die bereits aufgeführte Frage gehören, ob Nanozusatzstoffe in Lebensmitteln nicht zu einer weiteren zusätzliche Auswahllast für die überwiegend weiblichen LebensmitteleinkäuferInnen führen.

Ein Zusammenhang von Kapitalismus und Nanotechnologie wurde bereits genannt; Nanotechnologie wird zur Tauschwertoptimierung benutzt, ohne auf die Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt zu achten, solange keine Verursacherhaftung zu befürchten ist.
Die Technologieentwicklung wird, und dies gilt auch für die Nanotechnologieentwicklung, aber auch zur Fort- und Festschreibung der Herrschaftsverhältnisse genutzt, ein typisches Beispiel ist der weitere Ausbau von Konzernzugriffen auf weite Teile der landwirtschaftlichen Produktion international, z.B. durch die Patentierung von Pflanzen und den Aufbau neuer Abhängigkeitsverhältnisse, z.B. von speziellem Saatgut.

Ein Bereich in dem z.B. Nanotechnologie mit Rassismus in Wechselwirkung treten wird ist der Bereich der Überwachungstechnologien. Nanotechnologie wird neue biochemische (Geruchs-)Sensoren und DNA-Analyse-Chips ermöglichen. Diese werden zukünftig wahrscheinlich auch und insbesondere bei der Überwachung von Migration eingesetzt werden, z.B. um DrogennutzerInnen zu diskriminieren oder um Menschen mit unerwünschte medizinischen ‚Dispositionen' auszugrenzen.
Dies wird zumindest zuerst primär rassistisch ausgegrenzte Menschen treffen.
Die so erhobenen Daten werden rassistischen SozialwissenschaftlerInnen und SoziobiologInnen dann wiederum zur Konstruktion neuer soziobiologistischer rassistischer Theorien dienen. Unter den bestehenden rassistischen und sexistischen Verhältnissen steht zu befürchten, daß eine solche Technik zur Aufrichtung sexistischer und rassistischer Ausgrenzungen entlang sozialer Grenzen führen wird, zu ihrer Biologiesierung, insbesondere im Kontext eines modernen genetisch konstruierten Rassismus.
Vermutlich wird aber nicht einmal etwas so absurdes wie die Einführung biochemischer (Geruchs-)Klassifizierungssysteme[20] ausbleiben.

Dies sind nur Beispiele um erste Denk- und Analysemöglichkeiten aufzuzeigen, eine genau Betrachtung wird sicher noch ganz andere Zusammenhänge zwischen Herrschaftsverhältnissen und Nanotechnologie ins Blickfeld nehmen müssen. Außerdem wirken in vielen Bereichen diverse Herrschaftsverhältnisse gleichzeitig und ergänzend.
All dies bedarf tiefergehender Analysen um zu einem Verständnis der Herrschaftsverhältnisse und ihren Einfluß auf die Nanotechnologieentwicklung zu kommen, also um sinnvoll Widerstand leisten zu können.




Alternative Naturwissenschaft und Technologie


Dringend notwendig ist der Aufbau alternativer Naturwissenschaftsstrukturen, die autonom, unabhängig von Staat und Kapital, eine eigenständige Wissensentwicklung ermöglichen. Es gibt viele Menschen, die sich im Rahmen ihres Studiums und anderer Zusammenhänge kritisches Wissen angeeignet haben und die im herrschenden institutionellen Rahmen keine Möglichkeit haben dieses Wissen anzuwenden und weiterzuentwickeln. Deshalb gibt es aus dem Arbeitskreis - Alternative Naturwissenschaften Naturwissenschaftliche Alternativen (AK - ANNA) heraus schon länger die Idee zur Gründung einer alternativen anarchistischen Naturwissenschafts- und Technikentwicklungsinstitution. Bisher ist dies aber Alles noch nicht weit gediehen und nur eine Idee.
Dabei muß aber vermieden werden GegenexpertInnen zu institutionalisieren, vielmehr muß es um die allgemeine Verankerung von Wissenschaft als kritischer Praxis nicht nur innerhalb wissenschaftlicher Fachdiskurse sondern unter Einbezug aller Interessierten in der Gesellschaft insgesamt gehen. Für die eigene Lebenswirklichkeit sind erst einmal alle selbst ExpertInnen.
Und kritische Wissenschaft bedeutet den Einbezug dieser Lebenswirklichkeiten in die Wissensproduktion und Technikentwicklung und ihre Kritik.

Weitere Infos findet Ihr auf der Netzseite des AK-ANNA - http://www.ak-anna.org/ / http://www.ak-anna.org/naturwissenschaftskritik
_alternativen/naturwissenschaft.htm
-.[21]









Fußnoten

- Fußnote 1 - Zurück zum Text
Ein Ausgangspunkt dafür könnten, die auf dieser Netzseite entwickelten Forderungen sein, oder auch die vom BUND formulierten;
Helmut Horn - stv. Vorsitzender Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland - Nachhaltige Gestaltung der Nanotechnologien, Kriterien und Praxis - http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/
horn_nachhaltige_gestaltung.pdf
-

- Fußnote 2 - Zurück zum Text
Viel Informationen zu diesem Thema, alternativer Naturwissenschaften und allgemeiner Naturwissenschaftskritik, findet Ihr auf den Netzseiten des AK-ANNA - http://www.ak-anna.org/ -

- Fußnote 3 - Zurück zum Text
Kritische Informationen zur aktuellen Entwicklung in diesem Bereich findet Ihr z.B. unter;
Anti Atom Aktuell, Zeitung für die sofortige Stillegung aller Atomanlagern - http://www.anti-atom-aktuell.de/ -
insbesondere die Nummer 151;
re-naissance oder re-nez-ance? - http://www.anti-atom-aktuell.de/archiv/151/151.html - April 2004 - Giessen

- Fußnote 4 - Zurück zum Text
Beispiele findet Ihr hier auf dieser Netzseite; NaNie-NANO - http//ak-anna.org/nano_risiken/nano.html

- Fußnote 5 - Zurück zum Text
Einen Teil dieser Fachtexte findet Ihr hier auf der Netzseite von NaNieNANO unter:
- http//ak-anna.org/nano_risiken/nanotechnologie_kritik_links.html -

- Fußnote 6 - Zurück zum Text
Siehe z.B.;
Jürgen Altmann, Mark A. Gubrud - Military, Arms Controll, and Security Aspects of Nanotechnology - http://cms.ifs.tu-darmstadt.de/fileadmin/
phil/nano/altmann-gubrud.pdf
- in: Hg. D. Baird, A. Nordmann & J. Schummer - Discovering the Nanoscale - Amsterdam: IOS Press - 2004
und;
Jürgen Altmann - Limitting Military Uses of Nanotechnology and converging Technologies - http://cgi-host.uni-marburg.de/~nano-mr/
downloads/s3/altmann_paper_final.pdf
- Beitrag zur: Conference "Nanotechnology in Science, Technology and Society" - Marburg, Germany - 13-15 Jan. 2005

- Fußnote 7 - Zurück zum Text
Mars hat sich einen nanotechnologischen Schokoüberzug aus Titandioxyd patentieren lassen um den äußerlich sichtbaren Verfall der Ware zu stoppen.
Niels Boeing - Kleinst-Container im Kaffee - http://www.ftd.de/forschung_bildung/forschung/11825.html?eid=44 - Financial Times Deutschland - Hamburg - 24.06.2005

- Fußnote 8 - Zurück zum Text
L'Oreal, der Konzern zu dem BodyShop inzwischen gehört, ist mit führend im Bereich der Forschung und Anwendung von Nanotechnologie in Kosmetik.

- Fußnote 9 - Zurück zum Text
Anfragen gab es von;
der Linken - Einsatz von Nanotechnik in Lebensmitteln - http://dip.bundestag.de/btd/16/039/1603981.pdf - Deutscher Bundestag - 4.1.2007 - Drucksache 16/3867
, den Grünen;
Potentiale und Risiken der Nanotechnologie - http://dip.bundestag.de/btd/16/023/1602322.pdf - deutscher Bundestag - 31.7.1006 - Drucksache 16/2322
, und einer CDU-Abgeordneten in Baden Würtemberg;
Stellungnahme des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum - Nanotechnologie in Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen - http://www.elkebrunnemer.de/A_Nanotechnologie.pdf - Landtag Baden Würtenberg - 14.12.2006 - Drucksache 14/729

- Fußnote 10 - Zurück zum Text
Siehe die verlinkten Texte auf dieser Netzseite;
NaNie-NANO - http://ak-anna.org/nano_risiken/nano.html -

- Fußnote 11 - Zurück zum Text
So wurde ein BürgerInnenforum vom BFR (Bundesinstitut für Risikobewertung) organisiert, daß primär dazu benutzt wurde Defizite in der Steuerung der öffentlichen Meinung zu erkennen, nicht aber dazu politische Forderungen zu entwickeln; Verbraucherkonferenz Nanotechnologie, Hintergrundinformation für Journalisten - http://www.bfr.bund.de/cd/8551 - 18.11.2006 - Berlin

- Fußnote 12 - Zurück zum Text
Siehe:
Jürgen Altmann - Limitting Military Uses of Nanotechnology and converging Technologies - http://cgi-host.uni-marburg.de/~nano-mr/
downloads/s3/altmann_paper_final.pdf
- Beitrag zur: Conference "Nanotechnology in Science, Technology and Society" - Marburg, Germany - 13-15 Jan. 2005

- Fußnote 13 - Zurück zum Text
Die PropagandistInnen einer unkritischen Verwendung von Nanotechnologie nutzen für Ihre Kampagnen bereits das THEMA KREBS, bzw. 'tolle neue' Nanomedizin zur Bekämpfung von Krebs, das THEMA WELTHUNGER, bzw. Nanotechnologie als 'Heilsbringer' für die Landwirtschaft armer Länder, und das THEMA LEBENSMITTELSICHERHEIT, bzw. Nanosensoren in Lebensmittelverpackungen, die anzeigen, ob das Lebensmittel noch genießbar ist.
Zumindest die THEMEN KREBS und WELTHUNGER dürften sich aber leicht in einen Bumerang verwandeln lassen, da sie bereits von der chemischen und gentechnischen Industrie als Reklametafeln verwand wurden, und damit über diese Verbindung auch die Nanotechnologie mit Chemie und Gentechnik in Zusammenhang gebracht werden kann.

- Fußnote 14 - Zurück zum Text
Zu Fordern ist auch hier ein Moratorium bis gesundheitliche Fragen auch für den Produktionsprozeß hinreichend abgeklärt sind. Ein gesundheitliche Überwachung reicht nicht, würde sie doch die ArbeiterInnen, auf Grund der unbekannte Risiken, als Laborratten mißbrauchen.

- Fußnote 15 - Zurück zum Text
Siehe;
Netzseite der Gruppe THONG - Topless Humans Organized for Natural Genetics - Bilder zu einer Aktion gegen die "NanoCommerce 2004 Conference" am 6. Oktober 2004 in Chicago, USA, - http://www.chicagothong.org/nanocommerce.html -

- Fußnote 16 - Zurück zum Text
Siehe;
THRONG - The Heavenly Righteous Opposed to Nanotech Greed - UK - http://www.angelsagainstnanotech.blogspot.com/ -
und
Bilder zu der Aktion der Angels against Nanotechnology auf der "Nanotechnology-Delivering Business Advantage conference" am 9. Dezember 2004 in Leeds, Großbrittanien, findet Ihr unter - http://www.indymedia.org.uk/en/2004/12/302576.html -

- Fußnote 17 - Zurück zum Text
Silver Nano Baby Milk Bottle by Baby Dream® Co., Ltd. - http://www.nanotechproject.org/index.php?
id=44&action=view&product_id=1332
- A Nanotechnology Consumer Products Inventory - Woodrow Wilson International Center for Scholars - Washington

- Fußnote 18 - Zurück zum Text
Ich weiß, daß diese Wortwahl vielen aufstoßen wird, aber jeder Text ist auch immer ein Kampf um Sprache und Sprachverwendung. Des gilt auch für einige weitere Stellen dieses Textes.
Und ich finde es wichtig LakaiInnen des Kapitals auch als solche zu benennen, und Menschen, die sich vollständig dem Denken in Mehrwert, Marktlogik und Wirtschaftswachstum untergeordnet haben, sind nun mal LakaiInnen des Kapitals.

- Fußnote 19 - Zurück zum Text
Auch diese Institutionen sind nicht Widerspruchsfrei, und gerade in den staatlichen Behörden und Instituten, z.B. im BFR (Bundesinstitut für Risikoabschätzung) sitzen als Folgfe der politischen Kämpfer der 70er und 80er Jahre zum Teil auch kritische MitarbeiterInnen. Insofern finden sich in diesem Kontext zum Teil auch gute Texte und realistische Risikoeinschätzungen, die aber bisher wirkungslos bleiben, daß heißt ohne politische regulatorische Folgen. In der obigen zugespitzten Form treffen diese Vorwürfe vor allem auf die privaten in diesem Bereich aktiven Werbeagenturen und Konfliktmanagementinstitutionen zu. Aber auch ein Teil der Ethikinstitutionen agiert hier extrem ideologisch.
Weitere Informationen zu diesem Thema findet Ihr auf dieser Netzseite in dem Text 'Risikodiskurs NANOtechnologie' - http://ak-anna.org/nano_risiken/texte/
nanotechnologie_risikodiskurs_ueberblick.html
-

- Fußnote 20 - Zurück zum Text
Titel eines solchen soziobiologistisch rassistischen Fachtextes wird dann vielleicht etwas in der folgenden Art sein; 'Hormonal bedingte biochemische Freisetzungen des Körpers in Abhängigkeit ethnischer Zugehörigkeiten und ihre Bedeutung für die Anbahnung sexueller Interaktionen'.
Dazu wird dann unter dem Titel 'Europäer und Araber, warum sie sich nicht riechen können!' auch noch ein populärwissenschaftliches Buch als Bestseller publiziert und Spiegel und Focus bringen zum Thema eine ihrer Monatsausgaben mit entsprechendem Titelblatt heraus.
Leider werden solche etwas satirisch angehauchten Ausblicke wie dieser in der Realität 10 Jahre später von WissenschaftlerInnen mit Leichtigkeit sogar noch übertrumpft und dann auch noch in den Massenmedien ernsthaft diskutiert. Eine Wette auf das Jahr 2017, gibt es LeserInnen, die bereit sind dagegen zu halten?

- Fußnote 21 - Zurück zum Text
Ein partizipativer Ansatz der Nanotechnologieentwicklung wird auch von Niels Boeing diskutiert;
Boeing, Niels - Die Notwendigkeit einer offenen Nanotechnik - http://www.km21.org/nano/dokumente/Offene_NT_Boeing_2006.pdf - Auf: nano.bitfaction - http://www.km21.org/nano/ - Dezember 2005